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Feigwarzen – 80 Prozent aller Menschen sind betroffen

Feig- oder Genitalwarzen, im Fachjargon Condylomata acuminata, kurz Kondylome, genannt, zählen neben Chlamydien und Herpes genitalis zu den häufigsten vorwiegend sexuell übertragbaren Geschlechtskrankheiten. Circa ein bis zwei Prozent der sexuell aktiven Bevölkerung haben sichtbare, weitere fünf bis zehn Prozent nicht offenkundig sichtbare Genitalwarzen. Im Laufe des Lebens stecken sich 75 bis 80 Prozent aller Menschen mit dem Feigwarzen verursachenden HPV-Virus an.

Ursachen und Übertragung von Feigwarzen

Genitalwarzen entstehen durch eine Infektion mit dem Humanen Papillom-Virus, kurz HPV. Intimkontakt wie Geschlechts- oder Oralverkehr sind die häufigsten Ursachen für die Ansteckung mit dem Virus, das überwiegend durch Hautkontakt übertragen wird. Daher ist auch eine Übertragung von Mutter zu Kind während der Geburt möglich. Die Voraussetzung für eine Ansteckung sind oberflächliche Verletzungen der Haut. Meist sind die sogenannten low-risk-HPV-Typen 6 und 11 für die Infektion verantwortlich, seltener treten auch high-risk-HPV-Typen auf, die an der Entstehung von Krebsarten wie Gebärmutterhals-, Vulva-, Penis- und Analkrebs ursächlich beteiligt sind.

Genitalwarzen bleiben oft über Jahre unentdeckt

Genitalwarzen sind gutartige Gewebswucherungen, die an den äußeren Geschlechtsteilen sowie am After auftreten. Bei Frauen sind sie am häufigsten am Damm, an den Schamlippen, in der Scheide, im Gebärmutterhals und in der Harnröhre zu finden. Vorhaut, Eichel, Penisfurche, Vorhautbändchen, Harnröhre und Schamhügel sind bei Männern am öftesten betroffen. Beide Geschlechter stecken sich vor allem im Alter von 20 bis 25 Jahren mit dem HPV-Virus an. Da die Feigwarzen zunächst keine Beschwerden hervorrufen und mit bloßem Auge kaum sichtbar sind, wissen viele Betroffene nichts von ihrer Erkrankung. Stellt ein Arzt im Rahmen einer körperlichen Untersuchung die Diagnose, sollte sich der Partner/die Partnerin ebenfalls einer Untersuchung unterziehen.

Behandlung von Feigwarzen

Die Therapie von Feigwarzen richtet sich nach der Ausprägung der Warzen, die in der Größe von stecknadelknopfgroßen Warzen und zentimetergroßen Wucherungen variieren können. Die Behandlungsoptionen sind lokal wirksame Medikamente, Cremes oder Lösungen oder operative Therapien wie die Kryptotherapie, bei welcher die Warzen mit flüssigem Stickstoff vereist und zerstört werden. Eine weitere Möglichkeit ist die Entfernung der Feigwarzen mittels Skalpell, Laser oder Elektrokauter.