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Geschlechtskranheiten beim Mann

Ebenso wie die allermeisten ansteckenden Krankheiten können auch Geschlechtskrankheiten Mann, oder Frau treffen. Die meisten sind für beiderlei Geschlecht gefährlich, wobei allerdings die Symptome der Geschlechtskrankheiten bei Mann und Frau sehr unterschiedlich ausfallen können. Dies ist auch einer der Gründe für die rasche Verbreitung. Kommt es nämlich vor, dass eine Person infiziert ist, jedoch kaum oder keine Symptome zu verzeichnen sind, steigt die Gefahr, dass die Krankheit unbemerkt bleibt und somit weitere Personen kontaminiert werden. Grundsätzlich betreffen sexuell übertragbare Krankheiten also beide Geschlechter. Auch wenn, wie etwa beim Scheidenpilz (Candida albicans), die Symptome beim Mann seltener und weniger intensiv sind, so kann er doch die Viren oder Bakterien unwissentlich an den Partner übertragen.

Checkliste der Symptome

Die folgende Checkliste kann helfen, beobachtete Symptome einzuordnen. Bei Verdacht auf Ansteckung mit einer sexuell übertragbaren Krankheit sollte jedoch umgehend ein Urologe aufgesucht werden. Selbst wenn kein Geschlechtsverkehr vollzogen wird, können Viren oder Bakterien an Mitmenschen weitergegeben werden. Zudem besteht in manchen Fällen die Gefahr erheblicher Spätfolgen. Das bedeutet, dass Beschwerden in einigen Fällen erst Jahre nach der eigentlichen Ansteckung auftreten.
Die hier aufgeführten Symptome der Geschlechtskrankheiten des Mannes dienen lediglich einer groben Orientierung. Zu einem Befund muss immer das Gesamtbild betrachtet werden. Dazu gehören Angaben zur möglichen Infektion, wie Ort (geografisch), sexuelle Praktiken und etwaige Verhütungsmaßnahmen, ebenso wie Informationen über den kompletten Krankheitsverlauf (zeitlich und symptomatisch).

allgemein:

  • Appetitlosigkeit (AIDS)
  • Dunkler Urin (Hepatitis B)
  • Durchfall (AIDS, Hepatitis B)
  • Erbrechen (Hepatitis B)
  • Fieber (AIDS, Lymphogranuloma inguinale, Syphilis)
  • Gelenkschmerzen (AIDS, Lymphogranuloma inguinale)
  • Geschwollene Lymphknoten am ganzen Körper (Syphilis)
  • Gewichtsverlust (AIDS)
  • Gliederschmerzen (Syphilis, Hepatitis B)
  • Kopfschmerzen (AIDS, Lymphogranuloma inguinale, Syphilis)
  • Lichtempfindlichkeit (AIDS)
  • Müdigkeit (AIDS, Syphilis, Hepatitis B)
  • Muskelschmerzen (AIDS, Lymphogranuloma inguinale)
  • Nachtschweiß (AIDS)
  • Schluckbeschwerden (AIDS)
  • Schmerzen im Oberbauch (Hepatitis B)
  • Schwellung der Lymphknoten in der Leistengegend (Ulcus molle, Lymphogranuloma inguinale, Syphilis)
  • Steifer Nacken (AIDS)
  • Übelkeit (AIDS, Hepatitis B)
  • Unwohlsein (AIDS)

 

After:

  • Juckende Warzen (Feigwarzen)
  • Kleine schmerzlose Geschwüre (Syphilis)

 

Augen:

  • Eiterbildung (Gonorrhoe, Chlamydien)
  • Stark erhöhte Durchblutung (Gonorrhoe)
  • Stark geschwollene Augenlieder (Gonorrhoe)

 

Haut:

  • Gelbfärbung der Haut (Hepatitis B)
  • Geschwüre (Syphilis)
  • Hautausschlag (AIDS, Syphilis)

 

Mund/Rachen:

  • Geschwüre (AIDS)
  • Kleine schmerzlose Geschwüre (Syphilis)

 

Penis:

  • Eitriger Ausfluss (Gonorrhoe)
  • Juckende Bläschen (Herpes genitalis)
  • Juckende Warzen (Feigwarzen)
  • Kleine schmerzende Geschwüre (Ulcus molle)
  • Kleine schmerzlose Geschwüre (Lymphogranuloma inguinale, Syphilis)
  • Entzündung der Harnröhre (Clamydien)
  • Entzündung der Nebenhoden (Clamydien)
  • Entzündung der Prostata (Clamydien)
  • Schmerzen beim Wasserlassen (Gonorrhoe)


Quelle: Wikipedia

Wie verbreiten sich Geschlechtskrankheiten bei Männern?

Die Infektion muss nicht zwangsläufig durch vaginalen Sex erfolgen. Natürlich sind auch Analsex und Oralsex eine häufige Ursache. Unter anderem aufgrund des größeren Risikos einer Infektion beim Analverkehr (im Gegensatz zum vaginalen Geschlechtsverkehr), sind homosexuelle Männer von einigen Geschlechtskrankheiten tendenziell häufiger betroffen.
Doch auch wenn von sexuell übertragbaren Krankheiten die Rede ist (STD = sexually transmitted deseases), kommen, je nach Krankheitserreger, auch Hautkontakt, Tröpfcheninfektion und gelegentlich sogar die gemeinsame Nutzung von Toiletten oder Hygieneartikeln in Betracht. Wer sich und seine Sexualpartner bestmöglich schützen möchte, sollte daher beim Sex immer mit Kondom verhüten. Außerdem sollten bei Krankheiten, die durch Tröpcheninfektion übertragen werden, sowie bei Pilzinfektionen ggf. weitere Hygienemaßnahmen eingehalten werden. Der Urologe weiß, welche Maßnahmen im individuellen Fall angebracht sind.

Feigwarzen – 80 Prozent aller Menschen sind betroffen

Feig- oder Genitalwarzen, im Fachjargon Condylomata acuminata, kurz Kondylome, genannt, zählen neben Chlamydien und Herpes genitalis zu den häufigsten vorwiegend sexuell übertragbaren Geschlechtskrankheiten. Circa ein bis zwei Prozent der sexuell aktiven Bevölkerung haben sichtbare, weitere fünf bis zehn Prozent nicht offenkundig sichtbare Genitalwarzen. Im Laufe des Lebens stecken sich 75 bis 80 Prozent aller Menschen mit dem Feigwarzen verursachenden HPV-Virus an.

Ursachen und Übertragung von Feigwarzen

Genitalwarzen entstehen durch eine Infektion mit dem Humanen Papillom-Virus, kurz HPV. Intimkontakt wie Geschlechts- oder Oralverkehr sind die häufigsten Ursachen für die Ansteckung mit dem Virus, das überwiegend durch Hautkontakt übertragen wird. Daher ist auch eine Übertragung von Mutter zu Kind während der Geburt möglich. Die Voraussetzung für eine Ansteckung sind oberflächliche Verletzungen der Haut. Meist sind die sogenannten low-risk-HPV-Typen 6 und 11 für die Infektion verantwortlich, seltener treten auch high-risk-HPV-Typen auf, die an der Entstehung von Krebsarten wie Gebärmutterhals-, Vulva-, Penis- und Analkrebs ursächlich beteiligt sind.

Genitalwarzen bleiben oft über Jahre unentdeckt

Genitalwarzen sind gutartige Gewebswucherungen, die an den äußeren Geschlechtsteilen sowie am After auftreten. Bei Frauen sind sie am häufigsten am Damm, an den Schamlippen, in der Scheide, im Gebärmutterhals und in der Harnröhre zu finden. Vorhaut, Eichel, Penisfurche, Vorhautbändchen, Harnröhre und Schamhügel sind bei Männern am öftesten betroffen. Beide Geschlechter stecken sich vor allem im Alter von 20 bis 25 Jahren mit dem HPV-Virus an. Da die Feigwarzen zunächst keine Beschwerden hervorrufen und mit bloßem Auge kaum sichtbar sind, wissen viele Betroffene nichts von ihrer Erkrankung. Stellt ein Arzt im Rahmen einer körperlichen Untersuchung die Diagnose, sollte sich der Partner/die Partnerin ebenfalls einer Untersuchung unterziehen.

Behandlung von Feigwarzen

Die Therapie von Feigwarzen richtet sich nach der Ausprägung der Warzen, die in der Größe von stecknadelknopfgroßen Warzen und zentimetergroßen Wucherungen variieren können. Die Behandlungsoptionen sind lokal wirksame Medikamente, Cremes oder Lösungen oder operative Therapien wie die Kryptotherapie, bei welcher die Warzen mit flüssigem Stickstoff vereist und zerstört werden. Eine weitere Möglichkeit ist die Entfernung der Feigwarzen mittels Skalpell, Laser oder Elektrokauter.