Das unschöne Mitbringsel aus dem Urlaub

Es war der erste Urlaub ohne die Eltern. Das Wetter war traumhaft, die Strandpartys ausgelassen, der Alkohol floss in Strömen und die Partnerwahl fiel ebenfalls bemerkenswert einfach. Natürlich möchte kein Jugendlicher einen solchen Ferienaufenthalt schnell vergessen. Viele Jugendliche vergessen einen solchen Urlaub tatsächlich niemals wieder, denn sie nehmen sich ein Mitbringsel mit nach Hause, welches dem Vergessen deutlich vorbeugt. Die Rede ist von Geschlechtskrankheiten. Gerade im Zusammenspiel mit Alkohol und der elternlosen Freiheit verzichten viele Jugendliche auf Kondome. Eine Schwangerschaft muss nicht immer herauskommen, auch Krankheiten können die darauffolgenden Monate zu einem Graus werden lassen. 

Das meldepflichtige Andenken

Was nach zehn Tagen mit kleinen schmerzlosen Geschwüren beginnt und sich unbehandelt über vier Stadien hinzieht, führt schnell zu einer Meldung beim Gesundheitsamt. Die Geschlechtskrankheit Syphilis zählt den ansteckendsten Krankheiten und wird beinahe immer durch den ungeschützten Geschlechtsverkehr übertragen. Früher war die Krankheit häufig tödlich, heute wird sie teilweise chronisch. Die Symptome treten nach zehn bis dreißig Tagen auf. Es bilden sich kleinere Geschwüre, die einen harten Rand aufweisen. Die Geschwüre sind schmerzlos und werden von einer Schwellung der Lymphknoten begleitet. Das größte Problem an den Schwellungen ist die austretende Flüssigkeit. Denn diese enthält den Erreger, sodass eine Berührung mit der Flüssigkeit zu einer Übertragung führt. Die Geschwüre heilen innerhalb von einigen Wochen vollständig ab, der Erreger breitet sich jedoch weiter im Körper aus. Es folgt das zweite Stadium. In diesem treten zeitlich versetzt Hautausschläge am ganzen Körper auf. Zudem fühlt sich der Betroffene niedergeschlagen und leidet an Erbrechen und Übelkeit. Teils klingen die Symptome für Jahre vollständig ab, bis die Krankheit erneut ausbricht.

Zeitlich versetzter Ausbruch

Der späte Ausbruch der Syphilis setzt in der Regel eine frühzeitige Infektion voraus, die im zweiten Stadium geendet hat. Der Ausbruch erfolgt meist drei Jahre nach der Ansteckung und kann mitunter zum Tod führen. Während der sogenannten Latenzzeit breitet sich der Erreger im gesamten Körper aus und befällt Organe, Lymphknoten und Knochen. Soweit muss es jedoch nicht kommen, wenn eine frühzeitige Behandlung erfolgt. Wie aktuell die Problematik der Syphiliserkrankung ist und welche Therapiemöglichkeiten bestehen, können Männer bei MensVita nachlesen.