AIDS – Eine nach wie vor unterschätzte Krankheit

Als HIV in den 1980er Jahren entdeckt wurde, folgten schnell die ersten Hoffnungen auf eine Möglichkeit, die tödliche Immunschwäche erfolgreich bekämpfen zu können. Doch bis heute gibt es keine Möglichkeit, die durch den Humanen Immundefizienz-Virus (HIV) hervorgerufene Krankheit zu heilen. Aus diesem Grunde ist AIDS nach wie vor die gefährlichste Erkrankung, die sich Menschen durch den Geschlechtsverkehr einfangen können. Eine Heilung von Aids ist nicht möglich, der medizinische Fortschritt ermöglicht durch Medikamente heutzutage lediglich die Steigerung der Lebenserwartung von Menschen mit einem positiven AIDS Test.

Die Infektionsrisiken von AIDS

Entgegen der vielfach landläufigen Meinung erfolgt eine Ansteckung mit HIV, die später zur Erkrankung mit AIDS führt, nicht nur durch homosexuelle Kontakte. Auch beim Geschlechtsverkehr zwischen Männern und Frauen führt manch ein AIDS Test hinterher zur Diagnose des erworbenen Immundefektsyndroms. Neben den Möglichkeiten, sich beim Geschlechtsverkehr anzustecken, sind auch Übertragungen durch Bluttransfusionen, Nadeln und Kanülen sowie durch die Geburt eines Kindes durch eine HIV-infizierte Frau möglich. Besondere Gefahrenquellen beim Geschlechtsverkehr stellen der ungeschützte Vaginalverkehr mit einem infizierten Menschen sowie der Analverkehr dar. Aus diesem Grunde sollte auch beim Sex mit fremden Personen sowie beim Geschlechtsverkehr mit häufig wechselnden Partnern auf ein Kondom nicht verzichtet werden. Ein geringes Infektionsrisiko besteht bei anderen Sexualpraktiken wie Oralverkehr.

Symptome nicht vor jedem positiven AIDS Test erkennbar

Weltweit sind aktuell rund 34 Millionen Menschen mit dem HIV infiziert. In jedem Jahr sterben nach Angaben von mehreren Organisationen zwei Millionen Menschen, deren AIDS Test ein positives Ergebnis zum Vorschein brachte. Der Großteil der Infizierten ist nach wie vor in Afrika beheimatet, doch auch auf unserem Kontinent wird die Krankheit nach wie vor meist deutlich unterschätzt. Beispielsweise wurden aus Osteuropa für das Jahr 2011 steigende Zahlen der mit HIV infizierten Menschen berichtet. Während manch ein an AIDS erkrankter Mensch von Symptomen wie Fieber, Müdigkeit, Unwohlsein, Kopfschmerzen oder Appetitlosigkeit berichtet, sind andere Erkrankte komplett frei von Symptomen.

HIV in Deutschland bei Männern dominierend

In Deutschland lebten Ende 2011 über 70.000 Menschen mit HIV/AIDS. Gut zwei Drittel davon sind den vorliegenden Informationen zufolge Männer, die sich beim Geschlechtsverkehr mit anderen Männern infizierten. Bei etwa einem Siebtel aller in Deutschland an HIV/AIDS-Infizierten ging zuvor ein sexueller Kontakt zwischen Mann und Frau voraus. Jeder siebte positive AIDS Test in Deutschland wurde bislang einer Frau zugeordnet, während der männliche Anteil an der Immunschwäche nach wie vor dominiert.