AIDS durch Oralverkehr

Obwohl das Thema HIV und AIDS in letzter Zeit kaum noch Schlagzeilen macht, ist die Erkrankung in Deutschland keineswegs auf dem Rückzug. Laut verlässlichen statistischen Angaben sind bundesweit rund 70.000 Personen erkrankt. In diesem Jahr kamen allein 3.000 Neuerkrankungen dazu. AIDS bleibt weiter aktuell, weil die Gefahr der Erkrankung oft ignoriert wird. Trotz großer medizinischer Fortschritte ist die Krankheit bis heute nicht heilbar. Medikamente können zwar den Fortschritt der Krankheit aufhalten, haben aber starke und unangenehme Nebenwirkungen und sind teuer. Der beste Schutz gegen AIDS ist immer noch die Verwendung eines Kondoms, auch beim Oralverkehr.

Wie kann man sich mit AIDS infizieren?

Grundsätzlich ist eine Übertragung möglich, wenn es zum Austausch von Körperflüssigkeiten kommt. Das ist bei den verschiedenen Formen des Sex (vaginal, anal, Oralverkehr) aber auch durch die Verwendung infizierter Nadeln durch Drogenkonsumenten möglich. Die Erkrankung kann auch im Mutterleib von der Schwangeren auf das Kind übertragen werden. Je nach der Art des Kontakts ist das Risiko einer Infektion unterschiedlich hoch. Keine Gefahr besteht hingegen beim Küssen, bei medizinischen Behandlungen, Insektenbissen oder -stichen und der Benutzung von gemeinsamen Besteck beim Essen und Trinken.

Kann man sich beim Oralverkehr mit AIDS anstecken?

Oralverkehr bei der Frau heißt Cunnilingus (Lecken). In der Scheidenflüssigkeit wurde schon HIV nachgewiesen. Die Gefahr der Übertragung ist jedoch relativ gering, da die Schleimhäute des Mundes natürlich wirkende keimtötende Substanzen enthalten. Beim Oralverkehr des Mannes (Blasen) dagegen kann es gefährlich werden, wenn es zum Samenerguss im Mund kommt. Eine mögliche Ansteckungsgefahr sind auch rissige Lippen oder offene Wunden im Mund. Im Vergleich zu anderen sexuellen Kontakten ist die Gefahr einer Ansteckung mit AIDS beim Oralverkehr eher gering. Beim Vaginalverkehr dagegen besteht ein deutlich höheres Risiko, wenn infiziertes Sperma oder Scheidenflüssigkeit in Kontakt mit den Schleimhäuten des Partners kommen. Die Übertragung von AIDS wird durch andere Geschlechtskrankheiten weiter begünstigt, da es hier häufig zu wunden Stellen an den Geschlechtsorganen kommt. Aus diesem Grund ist auch der Analverkehr noch risikoreicher. Dabei kommt es häufig zu Verletzungen, bei denen Blut und Körperflüssigkeit unmittelbar in Kontakt kommen.

Kondome schützen

Die einzige Methode, um eine Ansteckung mit AIDS zu verhindern, ist die Verwendung von Kondomen, auch beim Oralverkehr. Die Kondome verhindern nicht nur die Übertragung des HI-Erregers, sondern schützen gleichzeitig auch vor anderen ansteckenden Geschlechtskrankheiten. Männern wird übrigens empfohlen, beim Oralverkehr mit der Frau (Cunnilingus) ein sogenanntes Lecktuch zu verwenden. Die einzige Alternative zur Verwendung von Kondomen ist eine stabile und monogame Beziehung (vorausgesetzt keiner der Partner ist infiziert). Bei fremden Geschlechtspartnern bleibt ohne Kondom immer ein Ansteckungsrisiko. Wer ungeschützten Verkehr hatte, sollte sich im nachhinein, vor allem auch um spätere Geschlechtspartner nicht zu infizieren, auf HIV testen. Hierzu eignet sich der HIV Test aus dem Onlineshop. Wer sich nicht sicher ist, sich angesteckt zu haben, hat damit binnen wenigen Minuten eine Diagnose. Beim Umgang mit fremden Geschlechtspartnern ist aber weiterhin Vorsicht geboten, da der HI-Erreger erst nach einiger Zeit nachweisbar sind. Ist die Infektion noch relativ frisch, besteht schon eine erhöhte Gefahr der Übertragung, AIDS ist aber trotzdem noch nicht nachweisbar.

Quelle: Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA)